Der Ökumenische Chor Grötzingen auf Italienreise

Der Ökumenische Chor Grötzingen unternahm in den Herbstferien 2016 zusammen mit dem Waldstadt Kammerorchester eine Konzertreise nach Norditalien mit 105 Teilnehmern in zwei Bussen. Die von einer Chorsängerin und ihrem italienischen Ehemann bestens organisierte Tour, die acht Tage dauerte, wurde zu einer Studien- und Gourmetreise. Piacenza, Cremona, Castell’ Arquato, Pavia, Moncalieri, Alba, Cisterna d’Asti und Turin hießen einige der Stationen. Meist herrschte Nebel in der feuchten Poebene. Aber das tat dem Singen und Musizieren keinen Abbruch. Bei zwei Konzerten in den Domen von Casalpusterlengo und Moncalieri wurde dasselbe Programm geboten wie am 23. Oktober 2016 in Grötzingen, drei Doppelkonzerte von Antonio Vivaldi unter der Leitung von Norbert Krupp und acht Chorstücke aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel unter der Leitung von Gerhard Jügelt. Zudem wurden bei einer heiligen Messe im Dom von Piacenza Teile dieses Programms aufgeführt. Überall waren die Zuhörer begeistert und das „Halleluja“ erklang bei jedem Konzert noch einmal als Zugabe.

In Roncole Verdi gab es ein besonderes Erlebnis. Nach der Besichtigung des Geburtshauses von Giuseppe Verdi ging es in die benachbarte Dorfkirche. Dort durfte Norbert Krupp auf der alten Kirchenorgel spielen, auf der der Komponist als Kind Orgel spielen lernte.

Emotionaler Höhepunkt der Reise war die Einladung bei den Alpini von Moncalieri. Die Alpini waren früher die Gebirgsjäger des italienischen Heeres. Heute sind sie eine Hilfsorganisation ähnlich wie das Technische Hilfswerk oder die Bergwacht. Sie sind unter anderem bei Erdbebenkatastrophen im Einsatz. Aus Militärzeiten haben sie Räumlichkeiten im Castello von Moncalieri, in denen sie der Reisegruppe ein Menu mit sechs Gängen nach piemonteser Art servierten. Das Mahl  dauerte einige Stunden lang und wurde immer wieder von fröhlichem Gesang aus deutschen und aus italienischen Kehlen begleitet.

Ökumenischer Chor Grötzingen auf Italienreise

Ökumenischer Chor Grötzingen auf Italienreise

Zu der Einladung kam es dank der Beziehungen von Pfarrer Thomas Maier nach Moncalieri. Dort starb nämlich im Jahr 1458 der selige Markgraf Bernhard von Baden an der Pest und wird als Stadtpatron verehrt. Pfarrer Maier ist als ehemaliger Pfarrer von St. Bernhard in Baden-Baden Ehrendomherr von Moncalieri.

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