Region Ost:

Im Spätsommer letzten Jahres ergriff der Ältestenkreis Grötzingen die Initiative und erstellte mit großer Unterstützung durch Pfarrer Abraham aus Durlach einen ersten Entwurf eines Kooperationsvertrages (Geschäftsordnung) für die neu gebildete Region Ost, die sich bekanntlich aus den 4 Pfarrgemeinden Grötzingen, Stadtkirche Durlach, Luther-Melanchthon und Trinitatis Aue zusammensetzt. In der Gemeindeversammlung am 23. Oktober 2016 wurde dieser Entwurf vorgestellt und ausführlich besprochen. Zwischenzeitlich haben die anderen drei Gemeinden unseren Vorschlag übernommen, so dass der Kooperationsvertrag zum 1. März 2017 in Kraft treten kann.
Im Wesentlichen sind es zwei Punkte, auf welche der Vertrag abhebt: Es wird erstens eine überparochiale Dienstgruppe der Hauptamtlichen (Pfarrer/innen und Diakonin) eingerichtet. Dies dient der geordneten Zusammenarbeit mit einem gemeinsamen Dienstplan und zugehöriger Aufgabenverteilung sowie gegenseitiger Vertretung. Es gibt aber kein Team von Pfarrern mit wechselnden Aufgaben, sondern jeder Pfarrer ist wie bisher für seine Gemeinde zuständig.
Zweitens wird es einen Regionalrat geben mit 3 Vertretern (2 Älteste und 1 Hauptamtlicher) je Gemeinde. Der Regionalrat hat vor allem eine beratende und koordinierende Funktion und sorgt für eine gemeindeübergreifende Abstimmung bei Veranstaltungen und Aktionen. Er schlägt für einzelne Arbeitsfelder (inhaltlicher und organisatorischer Art) gemeinsame Rahmenbedingungen vor, die Entscheidungshoheit liegt aber in den Gemeinden. Ebenfalls verbleiben die Kernkompetenzen in den jeweiligen Gemeinden, insbesondere die Zuständigkeiten für Finanzen, Gebäuden und Personal. Spenden und Kollekten für die eigene Gemeinde kommen selbstverständlich nur der betreffenden Gemeinde zugute.
Somit ist der Kooperationsvertrag in erster Linie die schriftliche Willensbekundung autonomer Gemeinden zur Zusammenarbeit. Der Ältestenkreis sieht auf dieser Basis gute Chancen, konstruktiv und fruchtbringend zusammenzuarbeiten, so dass neue Ideen und Im-pulse die Gemeindearbeit beleben können. Ebenso werden Synergien im pastoralen Bereich erwartet. (Rainer Ehmann)

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